SV VESTIA DISTELN 1912/27

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Chronik des SV Vestia Disteln

1912
Der Fußballverein "SV Disteln" wurde in der Gaststätte Anderbrügge (heutiger Distelner Hof) gegründet. Es waren anwesend: die Gebrüder Josef und Heinrich Kammler, Johann und Albert Kmiziak sowie Heini Hegner Gustav Praum, Willi Vormbaum, Theodor Sieben, Heini Gerlach, Alois Schillinghoff, die Brüder Franz und Stam Poditzki und andere, deren Namen leider nicht bekannt sind. Im ersten Vorstand waren: H. Anderbrügge, Johann Kmiziak Paul Runge,, Josef Kammler und Willi Vormbaum. Da man damals noch keinen eigenen Sportplatz hatte, kickten die Spieler auf dem Sportplatz Gertrudenau in Scherlebeck. Herten hatte in diesem Jahr etwa 20.000 Einwohner.


1920
Und so pachtet der SV Disteln im Jahre 1920 vom damaligen Hertener Grafen ein Stück Wald, um dort in Eigenarbeit einen Sportplatz zu errichten. Es entsteht der berühmte Spanenkamp. In harter Arbeit wurde von den Mitgliedern die Fläche gerodet und vom Gärtnermeister Schisky bespielbar gemacht. Um die Mittel dafür zu erhalten, wurden vom Verein Bausteine, im Einzel-Wert von 50 DM, an die Geschäftsleute verkauft.

1923
Der neu entstandene Spanenkamp-Sportplatz wurde seiner Bestimmung übergeben. Zum erstenmal wurde in Disteln ein Staffellauf ausgetragen. Die Platzeinweihung leitete der Sportsfreund Josef Klostermann von Viktoria 09 Recklinghausen. Die Festrede hielt der Fahrsteiger Wilhelm Berghoff.
Kurz vor der Fertigstellung des Spanenkamps übergibt 1923 Lehrer Kölling sein Amt als 1. Vorsitzender, welches er seit 1919 inne hatte, an Bäckermeister Johann Stratmann. Sein Nachfolger wurde Josef Neumann.

1928
Die Gaststätte Hestermann wird in diesem Jahr Vereinsgaststätte des SV Disteln und bleibt es bis zum Jahr 1962.

1927
Mit der "DJK Vestia Disteln" wurde ein weiterer Distelner Fußballverein gegründet. Gründungsvorsitzender war Willi Nottenkämper.

Vereinsgaststätte war „Haus Hollenbeck“ in Disteln. Ihr Erbauer und gleichzeitige Wirt war Johann Stender.
Eine Episode aus dieser Zeit: Johann Stender fungierte bei einem Spiel einmal als Schiedsrichter und mußte, da keine Stoppuhr vorhanden war, mit einem um den Hals gehängten Wecker die Spielzeit nehmen. Zur Halbzeit und zum Ende des Spieles rappelte dann jeweils der Wecker.
August Pöther war danach Vorsitzender des Vereins in den Jahren 1927 – 1933 und von 1945 bis 1955. Im Jahr 1958 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

1932
Im Jahre 1933 erspielt sich der SV Ballsportverein Disteln 1912 die Meisterschaft der 2. Bezirksklasse des Spieljahres 1932/33. Über dieses Ereignis wurde am Dienstag, dem 25. April 1933 im Sportteil der Recklinghäuser Zeitung mit einem Bild der Mannschaft berichtet. Zu Beginn der Rückserie war Disteln noch Dritter hinter dem SF Haltern und dem VFB Dülmen und konnte sich im Laufe der Saison an den Dülmener und den Halterner vorbeischieben


1933 bis 1952:
Der bis 1933 bestehende Verein DJK Vestia Disteln nahm seinen Fußballspielbetrieb erst 1952 wieder auf. Das nachfolgende Foto zeigt die erste Mannschaft des SV Disteln im Jahre 1947.


obere Reihe: (?), Rudi Gerdes, Bemie Mahlke, Erich Biesenbach, Litzenberger, Ede Schnecke,Willibald Hestermann
mittlere Reihe: Otto von Poschenitzki, Amo Laibacher, Heinz Kiel untere Reihe: Paul Jaschok. Hermann Schönbeck, Franz Nantwick

1948
Bei dem Verein DJK Vestia Disteln wird 1948 eine Tischtennis-Abteilung mit jungen Spielern neu eröffnet.

1955
Josef Engeln wird Nachfolger von August Pöther als 1. Vorsitzender der DJK Vestia Disteln.

1956
Die 1. Mannschaft des SV Disteln sah wie folgt aus:


1957
Mit Josef Backenecker übernimmt 1957 für ganz kurze Zeit wieder einmal ein Distelner Lehrer das Vereinsruder eines heimischen Sportvereins. Unter dem Vorsitz von Hans Schwedberg (1958-1959) und Heinz Muhs (1959-1970) aber beginnt Ende der fünfziger Jahre die große Fußball-Jugendarbeit der Vestia. Fast jeder Distelner fußballbegeisterte Junge jener Jahre kickt in den Fünfzigern und Sechzigern für diesen Verein.

1958
DJK Vestia Disteln


hintere Reihe vl: Schulte, Stankowiak, Fellenberg, Willam, Wöhrmann
mittlere Reihe vl: Willi Altenfeld, Hermanski, Assauer
vordere Reihe vl: Robert Harbort, Schwetberg, Henkel

1962
Der SV Disteln feiert sein 50-jähriges Bestehen. Der 1. Vorsitzende zu der Zeit war Johann Blaschzok. Die Festzeitschrift verzeichnete folgende alte Spieler des Vereins:


Die A-Jugend hatte in diesem Jahr folgendes Aussehen:



Und so sah die B-Jugend 1962 aus:


1969
SV Disteln - Stadtmeister


von links: Hermann Wahl (2.Vs), Karl Holthausen 1.VS), Hansi Eberbach,
Peter Arns, Heinz-Josef Bzdega, Willi "James" Thomassen, Heinrich Skibba,
Siggi Psonka, Peter Winter, Peter Engeln, Hansi Psonka, Hermann Dören-
berg, Heinz Maybusch, Dieter Jenhardt

1970
Ludwig Nawa wird Nachfolger von Heinz Muhs als 1. Vorsitzender der DJK Vestia Disteln.

1971
Beide Vereine entschlossen sich zur Fusion. Der neue Vereinsname lautete jetzt "SV Vestia Disteln 1912/27". Seit diesem Jahr gehört auch der "Vestia-Karneval" zum festen Bestandteil des Vereinslebens. Die Jugendabteilung begann damals mit 4 Mannschaften.

Erster Vorsitzender des Fusionsvereins: Ludwig Nawa (aus dem Jahr  2002)



Erster gemeinsamer Vorsitzender des Fusions- Vereins wird Erich Michalzik. Ihm folgen Gerhard Konter, Werner Felling, und Emst Wiese.

1973
Die Fusion trägt ihre Früchte: Die erste Seniorenmannschaft spielt nun auf einem weitaus heileren Niveau und schafft, getragen von einer Welle der Euphorie, den Durchmarsch von der Kreisklasse bis in die Landesliga. Hermann Schönbeck, als erster Trainer des neuen Vereins, und Karl Daniel, als ‘graue Eminenz’ der eigentliche Boß im Distelner Fußball, machen dieses kleine Fußballwunder möglich. In guter Erinnerung sind noch die drei letzten Meisterschaftsspiele im Spieljahr 1973, als sich die Distelner vor über 2.000 Zuschauern beim VfB Waltrop und in zwei Heimspielen vor jeweils über 1.000 Zuschauern am heimischen Spanenkamp die Meisterschaft in der Bezirksliga sichern und damit eines der schönsten Kapitel Distelner Fußballgeschichte schreiben. Dies ist die siegreiche Mannschaft:

hintere Reihe vl: Tr.Schönbeck, Kotlenga, Hecht, Kulot, Skibba, Thomassen, Funk, Töller
vordere Reihe vl: Psonka, Duvenbeck, Köhler, Kaczmarzik, Grewe

Landesligamannschaft 73/74

hintere Reihe v.l.: Otten, Grewe, Kotlenga, Thomassen, Biester, Post, Psonka, Kaczmarzik, Elsbosch
vordere Reihe v.l.: Schlegel, Duvenbeck, Kalkowski, Köhler, Hecht

Landesligamannschaft 74/75

hintere Reihe vol.: Berner, Scherer, Biester, Kotlenga, Tr.Schönbeck, Grewe, Kropf, Otten
vordere Reihe v.l.: Köhler, Neisen, Kazcmarzik, Duvenbeck, Kalkowski, Voigt, Gneiße

Erich Michalzik wird zum 1. Vorsitzenden des Hauptvereins gewählt und löst Ludwig Nawa ab.

1976
Umzug vom Spanenkamp an die Sportanlage an der Gesamtschule

1977
Gründung der Damengymnastikabteilung. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Uschi Kruse, Lisa Felling sowie Elke Voss. Die ersten Trainingsstunden wurden unter der Leitung von Peter Wilmes in der Sporthalle der Goetheschule absolviert.


1979
Elf sieglose Spiele in Folge und bittere Niederlagen in wichtigen Entscheidungsspielen beenden im Spieljahr 1978/79 einen schönen Distelner Fußballtraum. Nach sechs Jahren Landesliga führt der Weg des SV Vestia wieder zurück in die Niederungen der Bezirksklasse. Hermann Schönbeck, der die Landes ligamannschaft aufgebaut und geformt hat, gibt zwischenzeitlich seinen Traineijob in Disteln auf. Jetzt, im Jahr des Abstiegs, kehrt ‘der Lange’, wie er von seinen Fans liebevoll genannt wird, an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Trotzdem wird die 1. Mannschaft Stadtmeister auf dem Feld. Im Endspiel wurde der Landesligist SG Langenbochum mit 6 : 5 im Elfmeterschießen bezwungen.
Werner Felling wird 1. Vorsitzender des Gesamtvereins und Gerd Spliethoff 1. Vorsitzender Fussballabteilung.

1983
Hans Eberbach wird Trainer der 1. Mannschaft.

1984
Der SV Vestia Disteln wird Stadtmeister auf dem Feld durch einen 3:2 Endspielsieg gegen den SuS Bertlich..

1987
Abstieg in die Kreisliga

1993
Bezirksliga Aufstieg

1994
Bezirksliga Abstieg

1998
Vereinswirt Karl Daniel gibt nach 35 Jahren seine Gaststätte auf. Doch der Vorstand beschließt sofort den Neubau eines eigenen Vereinsheimes auf dem Gelände an der Gesamtschule. Und pünktlich zu Beginn der neuen Spielsaison wird das neue Haus am 22. August 1998 eröffnet.

1999
Wiederaufstieg in die Bezirksliga

2005
Aufstieg in die Landesliga


2006/07
Nach einem "durchwachsenen" ersten Jahr, ist Vestia Disteln in der zweiten Saison erstmalig in seiner Geschichte Tabellenführer der Landesliga.

2007
Volker Konter löst Werner Felling als Vorsitzender des Gesamtvereins ab.

2008
Nach 3 Jahren Landesliga: Abstieg in die Bezirksliga

seit 2008
Zugehörigkeit zur Bezirksliga Staffel 12

2011
Stadtmeister auf dem Feld

Am 18.09.2011 findet die Gründungversammlung des Fördervereins "Kunstrasenprojekt" statt. Erster Vorsitzender ist Peter Postus.

2012
Der SV Vestia feiert sein 100-jähriges Bestehen

2013
Nach dem Austritt der Damengymnastikabteilung aus dem Gesamtverein,  beschliesst die Generalversammlung seine Auflösung. Der SV Vestia Disteln ist nach Verabschiedung der neuen Satzung jetzt ein Einspartenverein (Fussball). Neuer Vereinsvorsitzender ist Wolfgang Kumpf (Bild). Er löst Gerhard Spliethoff ab.

 

 



Der SV Vestia Disteln spielt zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte wieder in der Landesliga. 12 Bezirksliga-Vizemeister aus dem Fussballverband Westfalen spielten einen weiter Aufsteiger aus. Disteln hat in der ersten Runde ein Freilos und gewinnt dann alle drei Entscheidungsspiele im KO-System.

2014
Nach nur einem Jahr Landesliga erfolgte der Wiederabstieg in die Bezirksliga.

Am 4.7.2014 ist es soweit: Der langersehnte Kunstrasen ist an der Fritz-Erler Realität.

 

2015

Mit einem Altersdurchschnitt von 21 Jahren beendet die Vestia den Neuanfang in der Bezirksklasse mit einem 6. Platz

2016

Die Vestia beendet die Bezirksliga-Saison mit einem hervorragendem 4. Platz

2017

Die Vestia wird in diesem Jahr 7. in der BL9

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