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Nach dem Derby sind die Trainer unzufrieden
Fussball: Ein hektisches Stadtduell lieferten sich in der Kreisliga A2 die zweite Mannschaft des SV Vestia Disteln und die DJK Spvgg. Herten, das 1:1 endete.
Von Michael Steyski
Herten: Vor dem Kreisliga-A-Derby gegen die DJK Spvgg. Herten hat die zweite Mannschaft des SV Vestia Disteln kräftig Verstärkung aus dem Bezirksliga-Kader erhalten. Geholfen hat es den Hausherren nur bedingt, dass Philipp Müller, Daniel Schmitz, Jan Strebel und Jan Philipp Schramm aushalfen.
Am Ende waren beide Trainer mit dem 1:1 (1:0)-Unentschieden nicht wirklich zufrieden. „Das 1:1 ist o.k., wir hätten aber im Abstiegskampf lieber drei Punkte mitgenommen. Gefühlt haben wir das Remis ja gegen eine Bezirksligamannschaft geholt“, sagt DJK-Trainer Sascha Vitolins. Sein Gegenüber Daniel Bergmannshoff, pikanterweise in der Hinrunde für die DJK Spvgg. am Ball, meint: „Wenn Du zur Pause 1:0 führst, willst Du auch gewinnen.“
Die Partie begann mit einem Distelner Paukenschlag. In Minute zehn waren sich DJK-Schlussmann Marco Magga und ein Verteidiger uneins, der Ball rutschte durch. Philipp Müller hatte den Braten gerochen, lief durch und schob den Ball ins leere Tor zum 1:0. „Da habe ich mich verschätzt. Lange Bälle kannst Du auf diesem Platz nicht einschätzen, der Kunstrasen hier ist in einem katastrophalen Zustand“, sagt Marco Magga.
Da der DJK Spvgg. nach vorne hin nicht viel einfiel, konnten die Distelner locker die Null halten. Auf der anderen Seite brachten sie das Gäste-Gehäuse nicht wirklich in Gefahr, waren aber zumindest bemüht, die Stürmer in Schussposition zu bringen. Das 1:0 zur Pause ging aber schon in Ordnung.
Kaum lief das Spiel wieder, zeigte die DJK Spvgg. deutlich mehr Biss. Vor allem mit Standards waren die Gäste brandgefährlich. So wie in der 49. Minute: Nach einem Eckball kam die Kugel zu Yasin Baskurt, der mit seinem Seitfallzieher Vestia-Schlussmann Jonas Fischer zu einer Glanzparade zwang (49.). „Den hätte der Magga nicht gehalten“, frotzelten einige Zuschauer über den DJK-Keeper, der früher in Disteln aktiv war.
Yasin Baskurt trifft aus dem Getümmel zum 1:1
Keine Frage, die Schützlinge von Sascha Vitolins waren am Drücker. Bereits in der 53. Minute fiel das 1:1, wieder nach einem Eckball. Aus dem Getümmel drückte Yasin Baskurt den Ball in die Maschen. „Ob da nicht die Hand im Spiel war?“, fragte hinterher Daniel Bergmannshoff. Möglicherweise war der Ball bereits vorher schon hinter der Linie.
Die DJK Spvgg. hatte für wenige Minuten weiter das Zepter in der Hand, dann übernahmen die Distelner für eine Viertelstunde das Kommando. Und hätten beinahe das 2:1 erzielt. Nach einem Eckball von Philipp Müller setzte Amir Kammoun den Ball per Kopf nur hauchdünn am Tor vorbei (62.). Zwei Flachschüsse von Jan Strebel aus der Distanz lenkte Marco Magga um den Pfosten (67., 70.).
Der Vorletzte wehrte sich aber in der Schlussphase. Die größte Chance zum Siegtreffer besaß Emircan Seymen. Nick Minert setzte auf dem linken Flügel geschickt Deniz Zunk in Szene. Dieser passte das Leder an den Fünfmeterraum, wo Emircan Seymen völlig blank zum Abschluss kam, den Ball aber nur an die Oberkante der Latte setzte (77.).
Einen Aufreger gab’s noch am Ende: Mit der letzten Aktion kam Distelns Sidikhi Drane im gegnerischen Strafraum zu Fall. Die Pfeife von Schiri Joseph Oghenekevwe Rerri blieb aber stumm. Und was heißt das 1:1 für die Tabelle? Die DJK Spvgg. bleibt Vorletzter, hat sich aber auf einen Punkt an den SuS Bertlich herangearbeitet. Vestia II behält den zwölften Platz, hat weiter sieben Zähler Vorsprung auf die DJK Spvgg. Herten.
Die Trainer sind sich einig
FUSSBALL: Da gab es keine zwei Meinungen. Genclikspor-Coach Michael Pannenbecker und sein Kollege Jörg Breski vom SV Vestia Disteln standen nach dem 1:0 (1:0) der Gäste kurz zusammen. Urteil: Das Ergebnis ist verdient.
Von Jochen Börger
Recklinghausen Was will eine Mannschaft auch schon großartig ausrichten, wenn ihr der komplette Sturm wegbricht? Dass Genclikspor unter anderem nach dem Ausfall von Ismail Viran (letztmals nach Roter Karte gesperrt) und Süleyman Demirci (fünfte Gelbe Karte) auf ganz entscheidende Kräfte im Offensivbereich verzichten musste, war schon ein entscheidender Faktor, dass im Angriff nicht allzu viel zusammenlief.
Und weil die Distelner nicht nur optisch überlegen waren und sich auch – wenngleich nicht sonderlich viele – mehr Chancen erarbeiteten, musste es keine zwei Meinungen geben, wer die drei Punkte letztlich verdient einfahren konnte.
„Mit Blick auf die schwierigen Platzverhältnisse bin ich hochzufrieden“, attestierte Breski seinem Team, das seine Spielstärke vor allem in der ersten halben Stunde unter Beweis stellte. Egor Cmelenko erwischte einen starken Beginn, Philipp Müller und Timo Schmidt schufen viele Räume.
Und so war das 0:1 nach 29 Minuten irgendwie auch die logische Konsequenz. Müller setzt sich über rechts durch, seine Hereingabe wird noch abgefälscht – und Schmidt steht goldrichtig, um aus kurzer Distanz Genclikspor-Keeper Dogus Güney zu überwinden. Die Distelne Führung war zu diesem Zeitpunkt bereits verdient. So sehr sich das Pannenbecker-Team auch bemühte, war es deutlich erkennbar, dass die zentralen Anspielstationen im Angriff einfach fehlten.
„Streng genommen besaßen wir ja auch keine richtig klare Torchance“, konstatierte auch der Trainer, der seiner Mannschaft in Sachen Einsatzbereitschaft keinen Vorwurf machen konnte. „Genclikspor wird gegen andere Teams auf jeden Fall noch Punkte holen“, zeigte sich auch Jörg Breski sicher. Der Vestia-Coach musste eigentlich nur ein einziges Mal etwas durchatmen. Zwei Minute vor Schluss bekamen die Gastgeber einen 25-Meter-Freistoß zugesprochen. Ein Fall für Kapitän Hakan Cayirli. Doch auch dieser Ball verfehlte sein Ziel.
Nach dem 0:3 gehen die Köpfe herunter
Fussball: Vestia-Reserve unterliegt mit 0:6.
Recklinghausen. Das letzte Aufgebot des A-Ligisten SV Vestia Disteln II war beim Co-Spitzenreiter FC 96 Recklinghausen chancenlos – und durfte mit einer 0:6 (0:1)-Packung die Heimreise antreten.
Einen positiven Aspekt fand Mesut Karabacak, Spielertrainer beim SV Vestia II, doch noch. Bei Kenan Sari, erstmals nach seinem Urlaub wieder dabei, brachen beim Aufwärmen wieder die alten Oberschenkel-Probleme auf. Der Distelner warf eine Schmerztablette ein, biss auf die Zähne – und hielt humpelnd bis zum Ende durch. „Solche Charaktere brauchen wir“, sagt Mesut Karabacak.
Und schiebt hinterher: „Nach dem 0:3 haben wir uns förmlich ergeben.“ Nur gut, dass Vestia-Schlussmann Mark Mahlmeister noch drei, vier gute Chancen der Hausherren vereitelte. Die FC-Tore teilten sich Marko Milovanovic (25./75.), Mohamed Dia (48./ 84.), Christian Eggert (58.) sowie ein Eigentor von Amir Kammoun (82.).
Abwehrchef fehlt beim SV Vestia
Fussball: Trainer Jörg Breski steht nur ein knapper Kader zur Verfügung - von Michael Steyski
Herten. Satte 18 Punkte trennen in der Bezirksliga 14 den Tabellenelften Genclikspor Recklinghausen und den Vierten SV Vestia Disteln. Doch von einem leichten Spiel geht Vestia-Trainer Jörg Breski nicht aus. „Das wird alles andere als einfach für uns. Aber das wollen wir auch nicht, die Jungs sollen ja lernen“, sagt Jörg Breski vor dem Kreis-Derby am Sonntag in Recklinghausen.
Keine Frage: Unter dem neuen Trainer Michael Pannenbecker – kam vom A-Kreisligisten DTSG Herten – blühte Genclikspor förmlich auf. Aus den vier Spielen in diesem Jahr sammelten die abstiegsbedrohten Recklinghäuser acht Zähler, sind noch ungeschlagen. Und im Hinspiel gewann der SV Vestia auch nur glücklich mit dem 3:2-Siegtreffer in der Nachspielzeit.
Das Problem für Jörg Breski: Wieder steht nur ein knapper Kader zur Verfügung. Gut: Die erste Elf, die zuletzt den Tabellendritten BV Rentfort mit 6:3 entzaubert hat, steht zur Verfügung. Doch auf der Bank ist noch reichlich Platz. Zumal er zwei Spieler an die Reserve abgeben wird. Als Joker soll Stürmer Mahmut Tas nach überstandener Verletzung dabei sein.
Dabei sein sollen auch Miguel Cornelius und Felix Wagner, die aber in der Woche nicht trainiert haben. Erneut muss Jörg Breski auf seinen Abwehrchef Daniel Schmitz (privat verhindert) verzichten. Er plant erneut, dass Kevin Gola ihn in der Innenverteidigung ersetzt. Und Kevin Kenzlers würde als zentraler Mittelfeldspieler wieder auf den Flügel ausweichen. Wahrscheinlich fallen auch Jan Strebel (Achillessehnen-Verletzung) und Max Sellinat (Schmerzen im Fuß) aus.
Erste Neuzugänge für die kommende Saison
Die Vestia kann heute die ersten beiden Neuzugänge für die kommende Saison vorstellen:
Vom U19-Westfaligisten Eintracht Dortmund wechselt Maurits Kühn (links im Bild) an die Fritz-Erler Straße. Der hoch gewachsene 19-jährige hat sich nach intensiven Gesprächen mit dem neuen Trainerteam Daniel Koseler und Martin Schmidt für die Vestia entschieden. Über die Stationen GW Erkenschwick und TSV Marl-Hüls ist der defensive Mittelfeldspieler bei der Talentschmiede Eintracht Dortmund gelandet und hat durchweg höherklassig gespielt.
Martin Schmidt:" Wir konnten Maurits in mehreren Gesprächen davon überzeugen, dass wir für ihn der richtige Einstieg in den Seniorenfußball sind. Er passt perfekt in unsere junge Mannschaft und wird uns mit seiner Qualität helfen, unsere Ziele zu erreichen."
Ein Rückkehrer wird zudem den Kader verstärken. Tom Kühlkamp, der von unserer U19 zu den Sportfreunden Stuckenbusch gewechselt war und sich prima entwickelt hat, wird im Sommer zurückkehren. Der 20-jährige fühlt sich auf der rechten Seite zuhause, kann darüber hinaus aber auch flexibel eingesetzt werden.
Martin Schmidt:" Wir freuen uns auf Tom. Für seine persönliche Entwicklung war der Schritt nach Stuckenbusch richtig, wir sind aber froh, dass er nun zurückkommt. Auch wenn er sich auf der rechten Seite am wohlsten fühlt, ist Tom ein Allrounder, der zuletzt ja auch seine Torgefährlichkeit bewiesen hat. Er ist die Zuverlässigkeit in Person, und das ist uns als Trainerteam sehr wichtig."
Gruber ist zur Stelle
Fussball: Im Gipfeltreffen der Top-Torjäger hatte Dominik Stukator zwar die Nase vorn, sein BV Rentfort unterlag aber beim SV Vestia Disteln deutlich.
Von Michael Steyski
Herten Zum Duell der Top-Torjäger kam es in Disteln. Der BV Rentfort reiste mit Dominik Stukator an, der bei 20 Saisontoren steht. Beim SV Vestia Disteln hatte Philipp Müller bislang 19 Treffer auf dem Konto. Und wer hatte am Ende die Nase vorn?
Während Müller leer ausging, traf Stukator dreifach. Doch beim 6:3 (3:1) der Distelner sprang für Müller ein Stürmer-Kollege in die Bresche. Vestia-Stürmer Justin Gruber langte ebenfalls dreifach hin.
Die Anfangsphase gehörte den Gästen. Diese machten ordentlich Dampf. Schon nach zwei Minuten prüfte BV-Stürmer Dominik Stukator mit einem Flachschuss Vestia-Keeper Felix Marx. Wenig später war Marx geschlagen, Dominik Stukator traf mit einem präzisen Flachschuss zum 0:1 (9.).
Das war der Hallo-wach-Effekt bei den Hausherren. Nur drei Minuten nach dem Rückstand hatte Justin Gruber seinen ersten Auftritt. Sven Hahnenkamp bediente von rechts Philipp Müller, der die Kugel zu Justin Gruber weiterleitete. Der Vestia-Spieler war einen Tick eher am Ball als Torwart Justin Kirstein, spitzelte den Ball aus sechs Metern zum 1:1 ins Netz (12.).
Bereits in der 22. Minute fiel das 2:1. Müller tauchte auf der rechten Seite auf, legte den Ball in den Rücken der Rentforter Abwehr – genau zu Justin Gruber, der aus zehn Metern hoch traf. Kurz danach hätte Sven Hahnenkamp das 3:1 erzielen müssen. Er schoss aber aus halblinker Position Justin Kirstein an, der geschickt den Winkel verkürzte (27.). Dafür bauten die Distelner mit einem Standard ihren Vorsprung aus. Einen Eckball von Philipp Müller auf den kurzen Pfosten drückte Egor Cmelenko aus zwei Metern in die Maschen zum 3:1 (35.). Vor dem Wechsel hätten die Gäste verkürzen müssen. Bei einem Konter schaffte Dominik Stukator das Kunststück, den Ball aus halblinker Position neben das leere Tor zu setzen (42.). 3:1 hieß es somit zur Pause.
Schiedsrichter verteilt Elfmeter-Geschenk
Kaum lief die Partie wieder, hatten die Rentforter die Riesenchance zum 2:3. Allerdings schenkt Schiri Yüksel Yavuz den Gästen einen Elfmeter. Niklas Trakowski spielte klar den Ball, dann fiel ein BV-Stürmer übers Bein. Dominik Stukator trat an – und Keeper Felix Marx hielt den hohen Ball in sein linkes Eck (52.).
Nur kurz danach rappelte es auf der anderen Seite im Karton. Einen Eckball köpfte Felix Altehage an die Latte. Der Nachschuss von Sven Hahnenkamp passte zum 4:1 (56.). Und dann schlug Justin Gruber ein drittes Mal zu, markierte nach einem Einwurf das 5:1 (69.).
Anschließend ging den Distelnern ein wenig die Puste aus. Aus halbrechter Position traf Dominik Stukator zum Rentforter 2:5 (77.). Strittig das 3:5: Dominik Stukator köpfte den Ball in die linke Ecke, auf der Linie klärte Kevin Gola. Laut dem Unparteiischen war der Ball aber hinter der Linie (83.). „Ich weiß nicht, wie der Schiri so um die Ecke schauen kann“, meint Vestia-Trainer Jörg Breski mit einem Kopfschütteln.
Logisch, dass die Gladbecker nun alles auf eine Karte setzten und aufmachten – und sich in der Nachspielzeit das 3:6 fingen. Torwart Justin Kirstein führte einen Einwurf aus, sein Mitspieler passte den Ball fast in den Lauf von Timo Schmidt. Dieser sah, dass das Tor verwaist war – und traf aus gut 40 Metern zum 6:3-Endstand (90.+3).
Wahnsinn in der Nachspielzeit
FUSSBALL: RWE führt in Disteln bis zur 94. Minute mit 1:0 und verliert noch mit 1:2.
von Michael Steyski
Herten. Als Schiedsrichter Dominik Blania die Kreisliga-A-Partie zwischen dem SV Vestia Disteln II und RW Erkenschwick abpfiff, da konnte man verstehen, warum RWE-Trainer Thomas Sliwa nichts mehr sagen wollte.
„Ich sage keinen Ton“, war Thomas Sliwa sichtlich angefressen. Zurecht: Denn in der Nachspielzeit hatten die Hausherren eine Partie gedreht, in der sie eigentlich schon längst mausetot waren. Gerade einmal 60 Sekunden benötigte die Vestia-Reserve, um aus dem vielleicht schlechtesten Saisonspiel ein Happy End zu zaubern. Lange Zeit führten die Gäste durch den Treffer von Sebastian Fricke verdient mit 1:0 (23.). Was man den Rot-Weißen vorwerfen muss: Sie legten keinen zweiten Treffer nach. Nicht vor der Pause, nicht nach dem Wechsel. Dabei waren Chancen durchaus da. „Wir haben nicht den unbedingten Willen zum Sieg gehabt“, bemängelt Vestia-Spielertrainer Mesut Karabacak. Ja, bis in der Nachspielzeit ein langer Ball bei Jan Strebel landete, der im Strafraum von Frederic Tophoven gelegt wurde. Die Konsequenz: Gelb-Rot gegen den Oer-Erkenschwicker, Elfmeter für Vestia. Und diesen verwandelte Julian Höbrink sicher zum 1:1 (90.+4).
Für die Vestia-Reserve kam es noch besser. Nur 60 Sekunden später setzte sich Sidikhi Drane auf der linken Seite gegen Laurin Grüneberg durch – und schlenzte den Ball von der Strafraumecke lang hoch in den Winkel zum umjubelten 2:1.