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Vestia Disteln plant Demo am Rathaus

100.000-Euro-Streit: Verein will vor der Ratssitzung den Druck erhöhen.

Von Frank Bergmannshoff

Disteln. Das wohl kontroverseste Thema auf der Tagesordnung der Ratssitzung am Mittwochnachmittag Ist der Kunstrasen-Streit zwischen Vestia Disteln und der Stadt Herten. Vor der Sitzung will der Verein noch einmal den Druck auf die Stadtverwaltung und die politischen Parteien erhöhen.

Die Ratssitzung beginnt um 17 Uhr im Rathaus und ist -wie immer - öffentlich. Eine Stunde vorher, also um 16 Uhr, soll vor dem Gebäude eine Demo stattfinden. Um 16.30 Uhr ist eine kurze Ansprache geplant.

Im Vorfeld appelliert Vestia-Vorsltzender Andreas Weidner an die Mitglieder: „Bitte bringt Oma und Opa, Tanten, Onkel und Freunde mit. Alle sind willkommen und alle werden dringend gebraucht." Das Thema der Demo formuliert er recht scharf: „Gegen die andauernde, massive und grundlose Benachteiligung unseres Vereines und für mehr Transparenz“.

Konkret fordert Vestia die 100.000 Euro zuzüglich Zinsen zurück, die der Verein vor Jahren als Eigenanteil für den Kunstrasenplatz gezahlt hat. Der Vertrag, den Vestia 2013 mit der Stadt geschlossen hat, soll rückabgewickelt werden! Darüber hinaus fordert die Vestia, dass „das dringend benötigte Kleinspielfeld und vier Umkleiden“ schnell gebaut werden.

Im Sportausschuss des Rates sowie im Haupt- und Finanzausschuss ist bereits deutlich geworden, das der Verein aus der Politik keine volle Rückendeckung erhält. Die CDU geht noch am weitesten. Sie will dem Verein die 100.000 Euro zugestehen, aber eine Auszahlung in Form von Sachleistungen zulassen. Denkbar wäre also zum Beispiel eine Verrechnung mit zusätzlichen Trainingsflächen. Die übrigen Parteien bleiben mit ihren Zugeständnissen dahinter zurück. Bürgermeister Fred Toplak und der für Sport zuständige Beigeordnete Dr. Karsten Schneider sehen keine rechtliche Verpflichtung, den Vertrag rückabzuwickeln. Man könne höchstens aus moralischen Gründen darüber nachdenken, dem Verein finanziell entgegen zu kommen.

Wie das konkret aussehen könnte, wird aller Voraussicht nach nicht morgen im Rat beschlossen. Stattdessen soll es in der nächsten Zeit weitere Gespräche zwischen Stadt und Verein geben - mit dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes, Wolfgang Lücke, als Moderator.


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