SV VESTIA DISTELN 1912/27

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Stellungnahme des Vorsitzenden Weidner zum Begehren an die Stadt Herten

Bei dem "Begehren" des SV Vestia Disteln geht es darum einen aus unserer Sicht und aus Sicht aller befragten Fachleute zu 100% berechtigten Anspruch des Vereines durchzusetzen. Grundlagen sind das AGG, das allgemeine Gleichbehandlung sicherstellt (Niemand darf wegen Geschlecht, Religion usw. benachteiligt werden) und das sogenannte "Willkürverbot", das in die gleiche Richtung zielt.

Der Vorstand der Vestia hat nach Bekanntwerden der Massnahmen in Westerholt - damals noch mit zwei Vereinen - in unzähligen Gesprächen, bei zahlreichen Treffen und am Ende auch schriftlich darauf hingewiesen, das offensichtlich gegen geltende Gesetze verstossen wird, wenn die Vereine nicht gleich behandelt werden.

In Westerholt beispielsweise fing die Problematik bereits damit an

  • daß die 100.000 Euro nicht wie in Disteln vor Beschluss der Baumassnahme fällig wurden
  • dann hat sich Türkyem abgemeldet
  • dann sollten nur noch 50.000 Euro durch "Arbeitsmaßnahmen" (Versteuerung der Arbeitsleistung völlig ungeklärt) erbracht werden.

Momentan

  • wird nichts erbracht
  • der Vertragsentwurf ist nicht unterschrieben
  • der Platz wird genutzt.
  • gebaut wurde ohne das Geld.

Jetzt wird am Katzenbusch auch ein Kunstrasenplatz ohne Eigenbeteiligung gebaut. Damit ist die rechtliche Situation eindeutig so, das wir die 100.000 Euro zurückerhalten müssen, wenn die anderen beiden Vereine und alle zukünftigen nicht auch 100.000 Euro vor Beschluss der Baumassnahme erbringen. Sollte dieser offensichtliche Rechtsanspruch nicht erfüllt werden, kann nur eine Mitgliederversammlung des SV Vestia Disteln auf einen so hohen Betrag verzichten. Sollte der Vorstand eigenständig "verzichten" oder die Eintreibung vorsätzlich nicht ernsthaft vorantreiben wäre ein Schadenersatzanspruch des Vereines an den Vorstand gegeben. Und darauf hat der aktuelle Vorstand nunmal absolut keine Lust.

Diesen Zusammenhang haben wir deutlich erläutert und ausgeführt. Mein persönlicher Kommentar dazu war immer: "Ich bin seit 50 Jahren Hertener Bürger durch und durch. Ich liebe meine Stadt. Bitte zwingen Sie mich nicht, diese zu verklagen."

Dazu kam leider keine oder keine ausreichend belastbare Aussage. Das gesamte Anliegen (Begehren) wurde überhaupt nicht ernst genommen, bei Treffen wurde deutlich, daß "die Stadt" sich nur oberflächlich mit der Thematik beschäftigt hat oder das mehrfach nicht akzeptable Angebote (35.000 Euro statt 120.000 Euro) unterbreitet wurden. Was schade ist und zumindest für die Ehrenamtler in unserem Verein eine sehr grosse Demotivation bedeutet. Auch wir beschäftigen uns lieber damit, Mannschaften zu stellen, den Spielbetrieb zu organisieren, den Platz zu pflegen und unsere Sportler anzufeuern, als ohnmächtig immer wieder und wieder solche - eigentlich überflüssigen - Probleme zu wälzen.

Wir vom SV Vestia Disteln begrüßen ausdrücklich die durch überraschende Fördermöglichkeiten neu gebauten Kunstrasenplätze - nichts anderes ist der Grund. Der Fussball lebt vom Wettbewerb! Bewegung und Gruppenerlebnisse gerade für Jugendliche schätzen wir heute höher und wichtiger ein, als jemals zuvor. Dabei wird der Kunstrasen mehr und mehr zum Standard. Wir haben bereits in 2014 ein Konzept vorgelegt, das darauf abzielt, daß jeder Stadtteil - und das ist allerdings meine persönliche Meinung: dazu gehört auch Scherlebeck (!) - eine eigene, wenn vielleicht auch kleine Platzanlage erhält (Kinder in Scherlebeck könnten auf einem D-Jugendfeld bis zu einem Alter von 12 Jahren spielen und die Alten Herren dann auch wieder).

Der SV Vestia Disteln hat von Seiten der Stadt keinen einzigen Quadratmeter Platz zur eigenen Nutzung, wie etwa zur Lagerung der Trainingsmaterialien zur Verfügung gestellt bekommen. Sämtliche aufstehenden Gebäude bis auf das Kassenhaus und die vier Umkleiden wurden in Eigenregie errichtet und finanziert.

Der SV Vestia Disteln hat als einziger Verein seinen traditionell angestammten Heimplatz (Großfeld plus Kleinspielfeld) am Spanenkamp für Wohnbebauung abgeben müssen, ohne dafür auch nur einen einzigen Euro Entschädigung zu bekommen. Im Gegenteil, das am Spanenkamp in Eigenleistung errichtete Jugendheim und die Lagerräume wurden einfach ersatzlos abgerissen. Der Verein musste an der Rosa-Parks-Gesamtschule bei Null anfangen. Wir wissen, daß auch andere Vereine viel Eigenleistung gebracht haben, schätzen dies und wollen hier auch gar keine fruchtlose Diskussion in Gang bringen, die letztenendes nur die Vereine gegeneinander aufbringt.

Der SV Vestia Disteln wünscht allen ein sportlich Erfolgreiches, verletzungsfreies und sonniges Wochende.


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