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Seniorenberichte

"Asche, Beton oder Rasen: Hauptsache, ich spiele“

FUSSBALL: Steffi Jones, Ulli Potofski und Christian Wetklo blicken beim Talk in der Kaue“ auf ihre Karrieren zurück. Das ist äußerst unterhaltsam.

Von Thomas Braucks, Herten

Als Martin Schmidt am Ende seinen Ge­sprächspartnern fürs Kommen dankte, gab TV-Moderator Ulli Potofski den Dank umgehend zurück. „So durfte ich mal wieder in einer Kaue sein. Das war ich sicher 50 Jahre nicht mehr.“ Auch rund 100 Gäste auf der ehemaligen Zeche Schlägel & Eisen werden ihr Kommen nicht bereut haben.

Ein Gelsenkirchener, der die Fernseh- und Fußball-Welt aufgemischt hat: Ulli Potofski beim Talk in der Kaue. -FOTOS: KRIMPMANN (3) 

ln der Vergangenheit wur­den bei Vestia Distelns „Talk in der Kaue“ sperrige Themen abgearbeitet, die Sorgen der Amateure, fehlende Ehren­amtier oder Probleme im Ju­gendfußball etwa. Diesmal stellten Martin Schmidt und sein Co-Moderator Helmut Sandrock (der kurzfristig für den verhinderten Klaus Berge einsprang) ihre Gäste in den Mittelpunkt.

Und weil die viel zu erzäh­len hatten, wurde es ein kurz­weiliger Abend. Was Frauen- fußball-lkone, WM-Organisa- torin und Ex-Bundestrainerin Steffi Jones ganz persönlich und aus ihrer Laufbahn be­richtete, mit allen Höhen und Tiefen, das reicht fast für zwei Leben. „Ich möchte nichts davon missen“, sagte Jones, auch mit Blick auf ih­rer Ausbootung als Bundes­trainerin. „Als Mensch hat mich das weitergebracht.“ Inzwischen ist sie in einem Gelsenkirchener Unterneh­men tätig und zurück an der Fußball-Basis: Sie coacht die Damen-Mannschaft der SSV Buer. Lange überlegt hat sie vorher nicht, als ihr der Job angeboten wurde: „Ich hab mir gesagt: Du bist als Bun­destrainerin gescheitert. Was soll jetzt schon noch groß passieren?“

Nach dem Klassenerhalt in der Landesliga soll es jetzt üb­rigens richtig vorangehen. Jo­nes’ überaus bescheidener Plan: „In zehn Jahren wollen wir in der Bundesliga sein.“

Ausbildung zum Koch statt Fliesenleger

Ulli Potofski, der Fernseh­geschichte geschrieben hat, erzählte, wie ihn ein Jugend­trainer des SV Hessler 06 mit einer Ausbildung zum Flie­senleger köderte. „Wie das im Fußball so geht: Der Trainer flog raus, bevor ich kam.“ Potofski wurde von seinen El­tern stattdessen zu einer Leh­re als Koch verdonnert.

„Danach habe ich nie mehr richtig gearbeitet“, bekannte der 67-Jährige mit Blick auf das, was danach kam. Radio, Fernsehen, Musik oder Bü­cherschreiben: Das sei stets Leidenschaft und Vergnügen gewesen und nicht nur ein Job.

Sogar mit einem Bambi als beliebtester TV-Moderator Deutschlands wurde der Gel­senkirchener mal ausgezeich­net - vor Günther Jauch und Thomas Gottschalk. Da kön­ne man mal sehen, wie unter­schiedlich Karrieren verlie­fen, witzelte Potofski: „Wenn Sie Jauch heute als Moderator engagieren wollen, kostet das 125.000 Euro. Ich mach das hier für die Hälfte.“


Steffi Jones und Christian Wettklo

Über seine Karriere hatte auch Christian Wetklo eini­ges zu berichten. Was viele in der Kaue und bei Vestia Dis­teln nicht wussten: Als es für den Juniorennationalspieler beim FC Schalke 04 nicht weiterging, wechselte der Hasseier zu Rot-Weiss Essen, wo ein gewisser Klaus Berge Trainer war, heute Vestia-Vorstand. „Der stand nicht so auf mich“, berichtete Wetklo schmunzelnd.

Im Nachhinein ein Glück: Wetklo bekam eine Einla­dung zum Probetraining bei Mainz 05, ohne genau zu wis­sen, wie er da überhaupt hin­kommen sollte. Er lieh sich für einen Tag ein Auto. „Aus dem einen Tag wurde eine Woche und daraus 14 Jahre.“ Durchaus bewegte, mit Ab- und Wiederaufstieg, mit Trai­nern wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchei.

Längst ist der 39-Jährige zu seinen Fußball-Wurzeln zu­rückgekehrt, arbeitet als Tor­wartausbilder in der Schalker Knappenschmiede und enga­giert sich daneben beim A- Kreisligisten SuS Bertlich.

Dort ist er in der Vergan­genheit sogar als Torwart in der Kreisliga B eingesprun­gen. Auf harter Asche. „Gern spiele ich nicht drauf“, be­kannte Wetklo. „Aber ob es am Ende Asche ist, Beton oder ein toller Rasen - Haupt­sache ist doch, ich kann Fuß­ball spielen.“

Die wichtige Arbeit leisten die Amateure

Ein sehr praktisches Be­kenntnis zum Amateurfuß­ball, dem alle Talk-Gäste bei­pflichteten. Er sehe den gro­ßen Fußball kritischer, sagte Ulli Potofski: „Die wirklich wichtige Arbeit wird nicht in Schalke oder Dortmund ge­macht, sondern in den klei­nen Vereinen.“

Wenn es die nicht gäbe, mit ihrem Engagement für Kinder und Jugendliche, wäre es schlechter bestellt ums Land. Das hören sie nicht nur bei Vestia Disteln gern.

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