SV VESTIA DISTELN 1912/27

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Seniorenberichte

Vestia verpasst trotz Sieges die Bezirksliga-Meisterschaft

GELSENKIRCHEN Als Vize-Meister der Bezirksliga 9 geht der SV Vestia über den Zielstrich. Zum Saisonabschluss schlugen die Distelner den Gastgeber Erler Spielverein mit 4:2 (2:0).


Phil Janicki (r.) traf für den SV Vestia im Gastspiel beim Erler SV. Foto: Lechtenböhmer

Zwar gewann die Mannschaft von Trainer Roman Stöckl auswärts beim Erler SV, konnte BW Westfalia Langenbochum (3:2 gegen BG Schwerin) aber nicht mehr abfangen. Nun geht es für Distelner in die Relegation. "Darauf werden wir uns jetzt eine Woche intensiv vorbereiten", versichert Stöckl.

Ansetzen könnte der Übungsleiter beim Torabschluss. Der war – um es freundlich zu formulieren – ausbaufähig. "Darüber müssen wir nicht reden. Das war unfassbar", ärgert sich Stöckl über die miserable Chancenverwertung seiner Mannschaft, die zu Spielbeginn zunächst defensiv aktiv werden mussten. Tim Helwig hatte nach 120 Sekunden die erste Chance auf dem Kopf, drückte die Kugel aber am langen Pfosten vorbei (2.). Den Gästen fiel es schwer, ihren gewohnt schnellen Spielaufbau auf den Rasen zu bringen.

Mahlmeister pariert Distanzschuss

Erst nach knapp zehn Minuten kamen die Vestianer erstmals vor das Tor von Erle-Torwart Tobias Zimmer. Timo Schumski schickte Torjäger Philipp Müller mit einem schönen Steilpass auf die Reise. Im Duell gegen Zimmer hatte Müller jedoch das Nachsehen (9.). Im direkten Gegenzug durfte sich Disteln-Torwart Mark Mahlmeister dann auch zum ersten Mal auszeichnen. Christoph Reckort, ein ehemaliger Distelner, nahm aus 30 Metern Maß und zwang den Vestia-Schlussmann zu einer Glanztat (10.).

60 Sekunden später fand die Kugel dann erstmalig den Weg über die Torlinie. Phil Janicki brachte die Distelner nach guter Vorlage von Kevin Kenzlers mit 1:0 in Führung (11.). Auch beim 2:0 hatte Janicki seine Füße im Spiel. Nach einer Müller-Ecke verlängerte der Torschütze den Ball per Hacke auf den zweiten Pfosten, wo Youri Gläßer zum 2:0 einköpfte (33.). Danach begann das Chancenauslassen im großen Stil. Philipp Müller schaufelte den Ball freistehend über den Kasten (44.), womit es bei der 2:0-Halbzeitführung blieb, die nach dem Seitenwechsel aber nur 120 Sekunden Bestand hatte.

Müller trifft zum 3:1

Tim Helwig verkürzte aus stark abseitsverdächtiger Position zum 1:2-Anschlusstreffer (47.). Sechs Minuten später stellte Philipp Müller nach einer Arik-Flanke den alten Vorsprung schnell wieder her – 3:1 (53.). Philipp Müller (59./62.), Jan Lobert (60./69./74. hätten in der Folgezeit für klare Verhältnisse sorgen können, ließen ihre Möglichkeiten aber kläglich liegen. Den Schlusspunkt setzte Philipp Müller, der mit seinem schwächeren linken Fuß den 4:2-Endstand markierte (81.).

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