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Gummi-Granulat im Visier der EU - Herten ist schon einen Schritt weiter

Die Europäische Kommission lässt prüfen, wie das Gummi-Granulat in Kunstrasenplätzen verringert werden kann.  Im Rathaus in Herten werden bereits Alternativen durchgerechnet.

Letztlich plant man im Rathaus mit Blick auf den neu zu bauenden Kunstrasenplatz im Katzenbusch sogar dreigleisig. „Als Alternative zum Kunststoffgranulat könnte dort auch eine reine Quarzsandverfüllung oder eine Kombination aus Quarzsand und Kork zum Zuge kommen“, erklärt Stadtbaurat Christoph Heidenreich. 

Kostensteigerung in Herten: bis zu 30.000 Euro

Bei einer alternativen Verfüllung rechnet die Verwaltung mit einer Kostensteigerung von rund 20.000 bis 30.000 Euro. Heidenreich: „Diese müsste die Stadt tragen und die Summe müsste im kommenden Haushalt bereitgestellt werden. Auf der anderen Seite wollen wir ja auch nichts verfüllen, was wir in ein paar Jahren eventuell wieder entfernen müssen.“ Der Platz selbst wird mit 531.000 Euro zu 90 Prozent aus Landesmitteln finanziert.

In ihrer Stellungnahme hat die Europäische Kommission erklärt, dass kein Verbot von Kunstrasenplätzen geplant sei. Entscheidend für die Stadt ist allerdings, in den darauffolgenden Zeilen steht: Geprüft werde nämlich sehr wohl, wie die Menge an umweltschädlichem Mikroplastik verringert werden könne. Dazu soll die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) herausfinden, was eine mögliche Beschränkung von Kunststoffgranulaten auf Kunstrasenplätzen für Auswirkungen haben könnte. Ergebnisse werden im Frühjahr 2020 erwartet. Ein Verbot des Kunststoffgranulats oder andere Vorgaben wären dann doch möglich.

Im September berät die Politik in Herten

Was die drei bestehenden Kunstrasenplätze in Westerholt, Langenbochum und Disteln angeht, sieht Hertens Stadtbaurat noch keinen akuten Handlungsbedarf: „Falls es irgendwann zu einem Verbot kommen sollte, muss man dann auch mögliche Übergangsfristen abwarten.“ Fakt sei, so Heidenreich, dass bei einer Sanierung allein das Entfernen des Kunststoffgranulats mit fachgerechter Entsorgung 20.000 Euro kosten würde. Dazu käme dann noch die neue Verfüllung – rund 10.000 Euro für reinen Quarzsand oder 20.000 bis 32.000 Euro für die Kombination Quarzsand/Kork. „Wir werden nun alle Fakten zusammentragen und im September über die weitere Vorgehensweise mit der Politik beraten“, sagt der Baurat. Da wird es auch um die weiteren geplanten Kunstrasenplätze im Stadtgebiet gehen.

Im Zusammenhang mit dem Kunstrasenplatz am Katzenbusch gab es unlängst gute Nachrichten aus Düsseldorf. Auch die Stadt Datteln ist beim Thema Mikroplastik auf Kunstrasenplätzen gelassen.


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