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Neue Kita und alte Probleme

DISTELN. Die Stadt plant den Bau einer Einrichtung für sechs Gruppen. Dazu gibt es bereits eine Rats-Vorlage. Die Sportvereine vor Ort fühlen sich erneut übergangen.

Von Daniel Maiß

Dass in Herten seit geraumer Zeit Hunderte Kita-Plätze fehlen, ist hinlänglich bekannt. Das wissen auch Andreas Weidner „Chef“ des SV Vestia Disteln und Helmut Gronau, Vorsitzender der LA Spvgg. Herten und schicken deshalb eins unisono vorweg: „Wir brauchen in der Stadt dringend neue Kitas. Das steht völlig außer Frage.“

Nur der Standort für den von der Verwaltung geplanten zweigeschossigen Bau, in dem 125 Plätze für Kita-Kinder untergebracht werden sollen, treibt den beiden Vereins-Vorsitzenden die Sorgenfalten auf die Stirn. Denn der große Platz an der Ecke Fritz-Erler-Straße/Über den Knöchel wurde bisher hauptsächlich als Parkraum für Sportveranstaltungen genutzt. Nicht nur bei großen Meetings der Leichtathleten (Crosslauf, Kreismeisterschaften usw.), sondern eben auch bei Fußballspielen oder -turnieren. Dazu kamen noch die Heimspiele der Basketballer der Hertener Löwen. Denn auch die Sporthalle der Rosa-Parks-Schule ist nur einen Steinwurf entfernt. Die Vereine fragen sich: Wo sollen diese Besucher hin, wenn dort eine zweigeschossige Kita mit mehr als 1000 Quadratmetern Nutzfläche und einem üppigen Außenbereich steht?

Die Informationen zum geplanten Kita-Bau findet man in einer Vorlage, die schon seit einigen Tagen auf der Homepage der Stadt Herten einsehbar ist. Sie wird am 14. Juni im Jugendhilfeausschuss und am 30. Juni im Rat vorgestellt, diskutiert und dann eventuell auch so beschlossen. 14,3 Millionen Euro soll das Projekt demnach kosten. Gebaut werden soll die Kita vom Hertener Immobilienbetrieb (HIB). Die Ausschreibung für einen Betreiber der Kita (Träger) soll noch im Juli erfolgen. Bei perfektem Ablauf aller Bauabschnitte ist laut der Vorlage eine Inbetriebnahme bereits im dritten Quartal 2022 angestrebt.

„Wurden bei Planungen null mitgenommen“

Auf Nachfrage heißt es vonseiten der Stadt, dass man die Politik von diesem Vorhaben am Mittwochabend unterrichtet habe. Daher konnte man – so die weitere Erklärung – die ortsansässigen Vereine wegen des anschließenden Feiertags erst am Freitagmorgen über den geplanten Kita-Bau informieren. Da aber war besagte Vorlage schon längst im Internet für die Öffentlichkeit zugänglich. „Mich haben bereits am Mittwochabend Vereinsmitglieder angerufen und gefragt, was denn da los sei“, erklärt Andreas Weidner, der bestätigt, dass man ihn dann am Freitag vonseiten der Stadtverwaltung unterrichtet habe. „Wir wurden da mal wieder von der Stadt bei den Planungen null mitgenommen“, zeigt sich der Vestia-Vorsitzende im Gespräch mit unserer Redaktion sichtlich angefressen.

Auch Helmut Gronau kritisiert, dass es von der Stadtverwaltung scheinbar „geübte Praxis ist, niemanden zu informieren. Das ist doch kein guter Umgang. Ich bin ehrlich: Das tut mir persönlich weh.“ Gronau gibt zu bedenken, dass der Platz nicht nur für Sportvereine als Parkfläche wichtig sei. „Dort ist immer wieder mal ein Zirkus oder ein Puppenspiel zu Gast. Da findet auch der Weihnachtsbaumverkauf statt. Der Platz wird regelmäßig genutzt. So eine Fläche braucht man.“

Die Vereinsvertreter sind auch deshalb so verärgert, weil sie laut ihrer Aussage seit Jahren immer wieder konkrete Vorschläge einreichen, wie man grundsätzlich den akuten Platzmangel auf der gemeinsam genutzten Sportanlage beheben könnte, bisher davon aber noch nichts umgesetzt wurde. Ein Vorschlag war ein 38 mal 55 Meter großes Kunstrasen-Kleinspielfeld, das nach Vorstellungen der Vestia perfekt auf der nun für den Kita-Bau vorgesehenen Fläche hätte gebaut werden können. „Und daneben wären noch ausreichend Parkplätze geblieben. Wir waren uns auch sicher, dass das schon beschlossene Sache ist. Zu den Planungen gibt es ja auch einen Ratsbeschluss aus dem April 2019“, so Andreas Weidner.

Stadt meldet für Kita „Eigenbedarf“ an

Hierzu erklärt die Stadt wiederum, dass der besagte Ratsbeschluss zwar den Bau eines solchen Platzes vorsehe, dort aber nicht konkret steht, wann und wo genau dieser Platz gebaut werden soll. „Aber wir haben doch unsere Pläne der Stadt vorgelegt. Da hat niemand widersprochen“ erinnert sich Weidner an ein Treffen im Februar 2019. Auf Rückfrage stellt die Stadt klar, dass der Bau des Feldes weiter angestrebt werde, aber eben nicht auf der besagten Fläche. Hier habe man wegen der neuen Kita „Eigenbedarf“ angemeldet.

Mitglieder sehen Vorgehen als „Schlag ins Gesicht“

„Einige unserer Mitglieder empfinden das ganze Vorgehen der Verwaltung als Schlag ins Gesicht und haben bereits offen angedroht, das Handtuch werfen zu wollen“, beschreibt Andreas Weidner die Stimmung bei der Vestia. Er selbst erklärt, dass er die Vorlage nicht so stehen lassen werde.

Dass es Alternativen gibt, davon ist auch Helmut Gronau überzeugt. Dafür müsse die Stadt aber das Gespräch mit den Vereinen wollen. „Eins sollte man nicht vergessen: Wir machen das alle im Ehrenamt. Wir wollen dafür aber gar kein Lob“, so der LA-Vorsitzende, „wir wollen einfach nur ernst genommen werden.“

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